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Johannisburg,
Bilder unserer
Heimatstadt
Bilder einer Stadt — Johannisburg in Bild und Ton
In mühevoller Kleinarbeit haben unsere Landsleute Herbert Wallner und Wernfried Lange einen Videofilm erstellt, der sich sehen und hören lassen kann. Der Kommentar eines Johannisburgers, der zu den kritischen Erstbetrachtern dieses Films gehört hat, macht eigentlich jede weitere Werbung für den Dokumentarfilm überflüssig. „Ich bin jetzt 50 Jahre alt, als Vierjähriger habe ich meine Vaterstadt verlassen müssen. Heute nun habe ich zum ersten Mal geschichtliche Abläufe erfahren, Bilder gesehen, Namen gehört, wovon ich zuvor nichts wußte, obwohl ich schon dreimal in Johannisburg gewesen bin. In naher Zukunft werde ich derjenige sein, der meinen Nachkommen zu erklären hat, woher ich und meine Vorjahren stammen. Daß ich mit diesem Film eine solche Stütze in die Hand bekommen habe, macht mich besonders glücklich.” Eingehende Beratungen mit den Landsleuten Beyer, Bosk und Wippich gingen den Produktionsarbeiten voraus, zielstrebig machten sich Herbert Wallner und Wernfried Lange ans Werk. Gerhard Bosk stellte viele seiner gemachten Dias zur Verfügung. Lange, 1933 in Johannisburg geboren, beschreibt seine Arbeit für die Kreisgemeinschaft Johannisburg so: „Bei meinen Reisen in die Heimat leitet mich mehr und mehr nur dieser Gedanke: alles Schöne, was die Natur uns geschenkt hat, alles Großartige und ebenso das Kleine, was unsere Vorfahren der Nachwelt hinterlassen haben, nehme ich in mich auf, und ich will meine Bilder und Erlebnisse, meine Gedanken und Gefühle auch anderen Menschen begreifbar machen. Ich bin in der glücklichen Lage, zu denen zu gehören, die keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben in den schlimmen Jahren der Vertreibung erfahren haben. Vielleicht kann ich deshalb alles Verlorengegangene ohne Gram betrachten und neu für mich entdecken. Die vielen schönen Motive unserer Stadt und ihrer Umgebung werde ich weiterhin „einsammeln” und werde auch künftig Kontakt suchen zu den dort Lebenden. Denn ich will mehr erfahren über das Leben vor und nach dem Kriege und über das heutige Johannisburg.” Der Johannisburgfilm erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, das ist bei einer Dauer von 46 Minuten weder beabsichtigt noch möglich. Bei allen aber, die diesen Film bisher gesehen haben, hat er Beifall gefunden.
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