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Johannisburg in Ostpreußen

 
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50 Jahre Patenschaft
des Kreises Schleswig-Flensburg mit
der Kreisgemeinschaft Johannisburg

PDF-Datei: Sonderdruck - 50 Jahre Patenschaft 1954-2004standen als Jubiläum im Mittelpunkt des 49. Hauptkreistreffens der Johannisburger am 5. September 2004 in Dortmund.

Gut 400 Teilnehmer, meist Landsleute aus der Stadt und dem Kreisgebiet Johannisburg aus vielen Teilen der Bundesrepublik, hatten sich eingefunden, das Treffen zu begehen.

In einem von beiden Patenschaftsträgern gemeinsam verfassten Grußwort, das in der Einladung an die Ehrengäste formuliert war, wird wie folgt zum Ausdruck gebracht:

Das Patenschaftsjubiläum verbinden wir mit dem Europagedanken und begehen es unter dem Leitwort: „Dialog führen - Europa gestalten". Mit dem Beitritt von 10 weiteren Staaten zur Europäischen Union ist auch der südliche Teil Ostpreußens in das große Haus Europa zurückgekehrt.

Wir wollen nach 60 Jahren unsere ungebrochene Liebe und Treue zur Heimat aufzeigen und wach halten. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Schleswig-Flensburg und der Kreisgemeinschaft Johannisburg in den 50 Jahren soll besonders hervorgehoben und gewürdigt werden.

Das Jubiläum soll dazu beitragen, weitere Brücken der Menschlichkeit zu bauen, Beziehungen und Bindungen zur Heimat zu festigen und einen Beitrag zur Vollendung der europäischen Völkergemeinschaft zu leisten.

Die Veranstaltungsfeier wurde mit einem Platzkonzert eröffnet. Ein 10-köpfiger Bläserchor der evangelischen Kirche Dortmund-Mengede unter der Leitung von Hans-Ulrich Peuser trug mit geistlicher und Volksmusik, aber auch mit ostpreußischem Liedgut bei, die eintreffenden und schon anwesenden Besucher im Eingangsbereich des Kongresszentrums Westfalenhallen festlich einzustimmen. Das sommerlich warme und sonnige Wetter paßte sehr gut dazu.

Zum Beginn der Feierstunde im Goldsaal begrüßte der Kreisvertreter der Johannisburger, Willi Reck, die anwesenden Landsleute, Mitwirkende und Ehrengäste und hieß sie willkommen. Besonderen Beifall fanden der Kreispräsident Johannes Petersen, der eine Abordnung des Patenkreises Schleswig-Flensburg anführte; die Vorsitzende des Deutschen Freundeskreis „Rosch" aus Johannisburg, die mit ihrem vollständigen Vorstand eine Gruppe heimatverbliebener stark verkörperte; der stellvertretende Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Bernd Hinz; der Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Lyck, Gerd Bandilla sowie der Vertreter des Kreisverbandes Dortmund des BdV, Horst Thoms.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch den Musiker Dietmar Kern und den Chor der „Deutschen aus Rußland" unter der Leitung von Boris Kuferstein, alle aus Dortmund.

Im Ablauf des Programms folgte nach dem gemeinsam gesungenen Choral „Großer Gott, wir loben dich" eine Kurzandacht, gehalten von Doris Woytewitz, aus dem Bibeltext von Matthäus 25 über das Jüngste Gericht, dessen entscheidende Beurteilung darin liegt: Jesus sagt „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan", bzw. im Umkehrschluß „Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan". Für uns interpretiert sollten wir Nächstenliebe an Notleidenden üben, das wäre der Maßstab!

„Die Himmel rühmen" und „Lieder vereinen" waren weitere Gesangsbeiträge des Chores vor und nach der Totenehrung, die Eva Klischewski sprach, in der sie auch die im Frühjahr verstorbenen verdienstvollen Persönlichkeiten der Kreisgemeinschaft, Wilhelm Czypull und Gerhard Wippich namentlich einbezog.

Das Überbringen der Grußworte zum Patenschaftsjubiläum startete mit dem Verlesen der Grußadresse des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund, Dr. Gerhard Langemeyer, an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 49. Heimatkreistreffens der Kreisgemeinschaft Johannisburg. In der Botschaft gratuliert er zur langjährigen und erfolgreichen Patenschaft und wünscht den Feierlichkeiten ein gutes Gelingen. Das über Jahrzehnte hinweg Treue halten zur Stadt Dortmund wäre sehr erfreulich. Treue, Zuverlässigkeit und Beständigkeit ständen bei den Heimattreffen im Mittelpunkt.

Der stellvertretende Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Berd Hinz, gratuliert im Namen des Bundesvorstandes der LO und des Sprechers, Wilhelm von Gottberg zum 50-jährigen Patenschaftsjubiläum, verbindet dies mit Dank und guten Wünschen für die Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit. In einem Rückblick erinnert er an patenschaftsgeschichtliche Ereignisse und Persönlichkeiten in der langen Beziehung, würdigt sie und bewertet die Patenschaft in der Gegenwart. Das bedeutendste Ereignis in den vergangenen 50 Jahren sei der Zusammenbruch des Kommunismus im Ostblock und die damit verbundene Auflösung des Ost-West-Konfliktes in den Jahren 1989/1990 gewesen, was große Auswirkungen auf die Heimatkreisarbeit im Rahmen der bestehenden Patenschaft hatte bzw. hat. Verstärkt trete seit 1990 die grenzüberschreitende Arbeit in den Vordergrund: Aufbauarbeit in engem Zusammenwirken mit der dort lebenden polnischen Bevölkerung, Denkmalpflege, Sozialstation in Johannisburg, Hilfstransporte, Unterstützung des Deutschen Vereins seien da einige Stichpunkte.

Für die Zukunft wünschte er, daß die harmonische Patenschaftsbeziehung erfolgreich fortentwickelt würde und die Johannisburger weiterhin Unterstützung, sowie moralischen Rückhalt vom Kreis als Patenschaftsträger erfahren, um den heimat- und kulturpolitischen und humanitär-sozialen Aufgaben gerecht zu werden.

Gerd Bandilla, Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Lyck, nahm sein Grußwort wortwörtlich. Grußwort sagen bedeutet zu grüßen - er begrüßte die Anwesenden ganz herzlich als Vertreter des Nachbarkreises und als ein aus dem Kirchspiel Baitenberg Kommender besonders die anwesenden Landsleute aus den Orten: Kotten, Steinfelde, Monethen, Rakau und Andreasfelde. Er führte weiter aus, daß es ihn besonders freuen würde, den Saal so voll zu sehen. Daß nach bald 60 Jahren - schließlich seien 2 Generationen; Großväter, Väter; bereits verstorben, die Kinder-Generation im vorgeschrittenem Alter - noch soviel Landsleute zusammen kommen würden. Das Phänomen Heimatliebe wäre da zuständig. Beim Lycker Treffen unlängs in Hagen gab es z. B. 852 eintritt zahlende Besucher - eine großartige Sache! Abschließend appellierte er, der Heimat treu zu bleiben und wünschte einen guten Verlauf.

Die Vorsitzende des Deutschen Vereins „Rosch", Mira Kreska, grüßte die Teilnehmer und Freunde in Deutschland und übermittelte auch herzliche Grüße von den Landsleuten in der Heimat, aus Johannisburg. Sie bedankte sich für die Einladung und die jahrelange Unterstützung und Hilfe für den Verein bei der Kreisgemeinschaft, dem Patenkreis, deren Repräsentanten und allen Spendern und Unterstützern. Diese Hilfe hätte dazu beigetragen, daß der Verein soviel erreichen konnte. Es war der Johannisburger Gruppe wichtig, bei der würdigen Jubiläumsfeier mit 12 Vorstandsmitgliedern anwesend zu sein, um das Gefühl der Solidarität zu erleben. Sie versicherte, in ehrenamtlicher Tätigkeit sehr sorgfältig und wohlüberlegt alle Ausgaben und Vorhaben zu tätigen und bat um Fortsetzung der Hilfe, um die vielen Vorhaben, Aufgaben zu realisieren. Ohne Hilfe wäre das nicht zu schaffen, der Verein wäre in seiner Funktionalität und Existenz gefährdet.

Den Anwesenden und deren Familien wünschte sie das Beste, gute Gesundheit, Wohlergehen und Gottes Segen.

Vom Kreisverband Dortmund des BdV übermittelte Horst Thoms herzliche Grüße und wünschte der Veranstaltung einen wunschgemäßen guten Verlauf. Für die Dortmunder im Saal erinnerte er an die Einweihung einer Tafel am Gedenkstein des Heimkehrerverbandes im Stadewäldchen in Dortmund zur Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Opfer für über 15 Millionen Vertriebene und mehr als 3 Millionen Tote.

Kreispräsident Johannes Petersen überbrachte anfangs seiner Festansprache die Grüße des Patenkreises und betonte dessen Feststehen zu seinen Patenschaftsverpflichtungen. Es freue ihn, heute 10 Jahre nach dem 40-jährigen Bestehen der Patenschaft wiederum zum Jubiläum die Festansprache halten zu dürfen. In diesen vergangenen 10 Jahren könne eine intensive Entwicklung festgestellt werden, wie sie für die mehr Jahre zuvor nicht so war.

Die Kreisgemeinschaft Johannisburg, mit deren personeller Veränderung im Vorstand, wäre ein unmittelbares Beispiel dafür. Nur wenige Monate, nachdem er die langjährige Verantwortung übergeben hatte, verstarb Gerhard Wippich im Februar diesen Jahres. Nach Würdigung der Verdienste von Gerhard Wippich und Gerhard Bosk als ehemaliger Kreisvertreter bzw. Stellvertreter und nach dem Wechsel in der Führung ist den neuen Amtsträgern, sowie dem gesamten neuen Vorstand der Kreisgemeinschaft weiterhin Unterstützung des Kreises Schleswig-Flensburg zugesichert worden.

Gern hätte, so versicherte der Kreispräsident, er dieses 50. Jubiläum mit Gerhard Wippich, den er persönlich seit vielen Jahren in gemeinsamer Arbeit als fairen und kompetenten Partner erfahren hat, gemeinsam gefeiert.

In weiterer Ausführung ging der Blick auf den Ursprung der Patenschaft zurück. Nach dem totalen Zusammenbruch habe der Kreis die kulturelle und soziale Aufgabe übernommen, den Patenkindern ihre geistige, innere Heimat zu erhalten, den Vertriebenen zu helfen, ostdeutsches Kulturgut zu pflegen, Erinnerungen an die Heimat zu wecken, wachzuhalten und an die nachfolgende Generation weiterzugeben.

In der Patenschaftsurkunde von 1954 heißt es:
„Mit der Übernahme der Patenschaft will der Kreis Flensburg-Land seine tiefe Verbundenheit mit den Heimatvertriebenen des Kreises Johannisburg Ausdruck verleihen.Es wird dem Landkreis Flensburg Ehre und Aufgabe sein, seinem Patenkreis und dessen Bewohnern, die heute über ganz Deutschland verstreut sind,zum geistigen und ideellen Mittelpunkt, zu einer neuen Heimat zu werden."

Die Patenschaftsarbeit in den vergangenen 50 Jahren sei von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis geprägt worden. Sie habe sich mit der Zeit gewandelt und sei in manchen Diskussionen vorangebracht worden. So sei die Kreisgemeinschsft nach der politischen Wende in Europa von Anfang an in die neue Partnerschaft des Kreises Schleswig-Flensburg mit der Stadt und dem Kreis Johannisburg in Polen eingebunden worden.

„Wer etwas Durchgreifendes für die deutschen Landsleute in der Heimat tun will, kann dies nicht gegen die Polen tun, sondern er muß es mit ihnen tun!", führte der Kreispräsident aus. Der Kreis Schleswig-Flensburg sei bestrebt, den Weg der Verständigung konsequent weiterzugehen und auf diese Weise die ostdeutsche Patenschaft fortzuentwickeln. Damit wäre ein kleiner Beitrag zur Völkerfreundschaft geleistet und geholfen, die Gegensätze zwischen dem deutschen und polnischen Volk abzubauen. Das diesjährige Motto des Tages der Heimat ist mit dem kürzlich erfolgten Beitritt der 10 neuen Mitgliedsstaaten in die EU hochaktuell.

„Der 1. Mai 2004 ist ein besonderer Tag", wird aus der Festschrift zitiert und weiter:
„Das östliche Mitteleuropa mit den ostdeutschen Heimatgebieten u. a. der Großteil Ostpreußens ist unter dem gemeinsamen Dach der Europäischen Union mit uns verbunden."

Die Idee „Europa" ist uralt. Noch nie sei man so weit voran gekommen, wie gegenwärtig. Die europäische Einigung garantiere eine friedliche Zukunft. Seit dem Zusammentun der europäischen Völker hätte es keine Kriege mehr unter ihnen gegeben. Daraus resultiere: Europa ist zuallererst eine Friedensgemeinschaft!

Ein anderer Aspekt der Rede: Der Johannisburger Kreisvertreter hatte die gemeinsame Arbeit an der Patenschaft als ein Viereck beschrieben, dessen Eckpunkte

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der Kreis Schleswig-Flensburg,

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die Stadt und der Kreis Johannisburg,

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der Deutsche Verein „Bosch" nach polnischem Recht

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und die Kreisgemeinschaft Johannisburg nach deutschem Vereinsrecht

sind.

Die Kombination dieser Beziehungen - Patenschaft und Partnerschaft - die gemeinsame Aufarbeitung der Vergangenheit und die gemeinsame Arbeit für die Zukunft garantierten den wahren Erfolg der Bemühungen. Auf dieser Basis könne eine friedliche und gute Zukunft gebaut werden.

Auf das Erreichte können wir gemeinsam stolz sein - so auch das Jubiläum feiern. Der Kreisgemeinschaft Johannisburg und den im Kreis Johannisburg lebenden Menschen eine gute Zukunft wünschend, schließt der Kreispräsident Petersen seine Festansprache.

Er bat anschließend den Kreisvertreter Willi Reck zu sich auf die Bühne, um als äußeres Zeichen für die 50-jährige Patenschaft der Kreisgemeinschaft Johannisburg den Ehrenteller des Kreises Schleswig-Flensburg zu überreichen.

In seinem Part als Festredner der Kreisgemeinschaft streicht Willi Reck heraus, daß 5 Jubiläen in diesem Jahr anstehen.

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50 Jahre Patenschaft

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50 Jahre Heimatbrief

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40 Jahre Gedenkstein-Enthüllung

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25 Jahre Heimatstube

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25 Jahre Masurenhilfe

Er bedankt sich für die hervorragende und beeindruckende Festrede des Herrn Kreispräsidenten zum Jubiläum, auch für die finanzielle, materielle und ideelle Unterstützung, die der Patenkreis gegeben habe.

In einer Rückschau macht er Angaben zur Geschichte der Kreisgemeinschaft und zu Fakten dieser Zeit, u. a. daß 2 Kreisvertreter die Gemeinschaft geführt, entscheidend geprägt und gestaltet hatten:

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1948-1971: 23 Jahre Fritz Walter Kautz

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1971-2003: 32 Jahre Gerhard Wippich

Die Kreisgemeinschaft Johannisburg, gegründet vor 56 Jahren, würde unter den 40 Kreisgemeinschaften innerhalb der Landsmannschaft Ostpreußen eine Besonderheit in der Führungsstabilität und -kontinuität darstellen. Viele Gemeinschaften hätten in etwa gleicher Zeit bis zu 15 mal die Führung gewechselt. Es folgten Anmerkungen zu geschichtsträchtigen Fakten und Jahreszeitabläufen , wie:

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vor 65 Jahren begann der 2. Weltkrieg,

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vor fast 60 Jahren erreichte dieser Krieg Ostpreußen,

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vor 15 Jahren war der Mauerfall zwischen Mitteldeutschland und der Bundesrepublik Deutschland

Wir als 3. Erlebnisgeneration müssten uns beeilen, das „Buch unserer Geschichte" zu schreiben und zu vollenden. Beachtliches hätten wir diesbezüglich geschafft. Von Chroniken, Heimatbriefen über Dia-Sammlungen, Fotos, Karteien, Dokumenten bis zu Tonträgern, Video-Filmen, CD-ROM-Darstellungen, Internetseiten reicht die Spanne, die zu den erstellten, gesammelten und herausgegebenen „Schätzen" gehören würde.

Das Leitwort „Dialog führen - Europa gestalten" ist voll und fest in unserer Zusammenarbeit integriert, mit unserem Patenkreis, mit vielen zuständigen Behörden, mit dem Deutschen Verein „Rosch", mit der Johanniter Unfallhilfe, der die Betreuung und Versorgung der Sozialstation in Johannisburg übertragen wurde, mit der Arbeitsgemeinschaft für die Kriegsgräberarbeit in Ostpreußen und anderen weiteren Verbänden und Organisationen.

Wünsche, die anzumelden wären, sind u. a.

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Der deutschen Minderheit eine Mitgestaltung mit Stimmrecht im Kreistag und Stadtrat von Johannisburg einzuräumen.

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Die Stadt- und Ortsschilder in unserer Heimat zweisprachig zu beschriften.

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Eine Vertretung der Kreisgemeinschaft in ein Gremium vor Ort mit einzubinden.

Mit der Minderheit im eigenen Kreis hätte der Kreispräsident wohl gute Erfahrungen und könnte bei seinen Gesprächen mit den polnischen Behörden die Wege dazu ebnen.

Darüber hinaus bittet der Kreisvertreter, allen Kreistagsabgeordneten des Patenkreises eine Erklärung und Botschaft weiter zu leiten:
„Unsere Heimat ist uns ans Herz gewachsen, wir werden die Liebe und Treue zu ihr fortsetzen. In der masurischen Erde ruht die Asche von vielen unserer Ahnen.

Wir können das, was uns ans Herz gewachsen ist, nicht aus unserer Brust herausreißen. Wenn wir das tun würden, dann werden wir zu geschichts- und orientierungslosen Menschen degenerieren!"

Soweit die Festansprache vom Kreisvertreter, nach derem Ende er den Kreispräsidenten zu sich bittet, dessen Einsatz und Arbeit im Rahmen der Patenschaft würdigt und ihn mit der Ehrenspange der Kreisgemeinschaft Johannisburg ehrt und auszeichnet.

In der weiteren Programmfolge sang der Chor die Lieder „Die Heimat bleibt die Heimat" und „Jerusalem". Im anschließenden Schlußwort bekundet der Organisator des Treffens, Herbert Soyka, allen Akteuren seinen Dank, insbesondere beiden Festrednern und dem Solisten des Chores für seine Solopartie im Lied „Jerusalem".

Er informierte vorab, daß das nächste Hauptkreistreffen am 1. Sonntag im September, am 4.9.2005 im Goldsaal des Kongresszentrums Westfalenhallen in Dortmund stattfinden würde. Mit dem gemeinsamen Singen des Ostpreußen- und Deutschlandliedes klang die Feierstunde aus.

Im Rahmenprogramm fanden am Nachmittag des Sonntags noch 2 Teilveranstaltungen in seperaten Räumen im Obergeschoss des Gebäudes statt. Eine Zusammenkunft von Mitgliedern des Kreistages der Kreisgemeinschaft mit geladenen Ehrengästen in gelockerter Atmosphäre und eine Videofilm-Vorführung über „Heimatkirchen im Kreis Johannisburg", Johannisburg und Weißuhnen, vorgetragen von Herbert Wallner.

Im Foyer hatte die Kreisgemeinschaft als Extra eine Großfotoausstellung mit 85 Bildern unter dem Titel „Masuren - ein Naturparadies" von Gerhard Bosk, Autor dieser Ausstellung, aufgebaut.

Eine Auswahl von Kirchen des Kreises, als Modell aufgestellt, weckten bei vielen Teilnehmern Erinnerungen an alte vertraute Zeiten und Erlebnisse.

Der Vollständigkeit halber wäre anzumerken, daß wie in den Jahren zuvor, den Besuchern Gelegenheit geboten war, sich an etlichen Info-, Schau- und Verkaufsständen, ebenfalls im Foyer untergebracht, umzusehen, zu informieren und manches zu erwerben.

Am späten Nachmittag klang dann für die Teilnehmer des Treffens der Tag geruhsam aus.

Über das Treffen und die Patenschaftsfeier wurde ein Dokumentarfilm von Herbert Wallner erstellt. Einzelheiten zu diesem Film hier.

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Ein Bericht von Herbert Soyka, (stellv. Kreisvertreter),
Johannisburger Heimatbrief 2005, Seite 12-17;
auszugsweise veröffentlich im Ostpreußenblatt,
Folge 45, 6.11.2004, Seite 20: "
In guten wie in schlechten...
Eine mit Leben gefüllte Patenschaft feierte ihr 50jähriges Bestehen"

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Stand: 16. April 2012