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Herbert Wallner - Der Filmemacher
Heimatgefühl vermitteln Die Entwicklung des Rhens in Bilder umzusetzen, war ihm ein besonderes Anliegen. Der Ort ist dem gebürtigen Ostpreußen zur zweiten Heimat geworden. Seit 28 Jahren wohnt er mit seiner Frau in dem Henstedt-Ulzburger Ortsteil und hat so direkt vor der Haustür die Veränderungen wahrgenommen, die er als beispiellose Entwicklung deklariert. Auf dem Rhen fühlt sich Wallner wohl, er schätzt die Menschen, die Umgebung, die Einrichtungen. Grund genug für ihn, seinen Mitmenschen ihren Wohnort näher zu bringen und ihnen, durch filmisches Material unterstützt, Heimatgefühl zu vermitteln: Wissenswertes für den Kopf –Bilder für den Bauch. Eine visuelle Umsetzung, die Wallners Publikum anspricht. Zwischen Flugzeugen und Kameras Herbert Wallner, als Ingenieur für Flugzeugbau 40 Jahre bei der Lufthansa beschäftigt, war zuständig für die Technikausbildung von Piloten und Stewardessen, tätig als Navigationslehrer, flog selbst eine Cesna und war maßgeblich an der Entwicklung von Eignungstests für künftige Piloten beteiligt: Im Rahmen dieser Tätigkeit suchte er mit einem Team unter anderem in Somalia nach der Flugzeugentführung in Mogadischu im Auftrag von Lufthansa und dem Bundesentwicklungsministerium junge Männer aus, die in Deutschland eine Pilotenausbildung erhielten. Bei einem Lufthansa-Fotowettbewerb gewann er 1964 einen ersten Preis, was seinem Hobby die entscheidende Richtung gab. Sieben Jahre später erhielt Wallner durch die Lufthansa bei Agfa einen Schmalfilm-Lehrgang, Kenntnisse, die er nicht nur für seine Ausbildertätigkeiten nutzen sollte. Hobbyfilmer von Profis anerkannt Seither passten sich seine Kameras den neusten technischen Errungenschaften an, und es entstanden zahlreiche Filme. Mehr als zehn allein über seine Heimat Ostpreußen, von denen einige über die Gemeinschaft der Johannisburger zu beziehen sind: Sein jüngster Film über Masuren erregte die Aufmerksamkeit des WDR, der dieses zu masurischen Gedichten noch lebender Autoren gedrehte Werk gern im Fernsehen gezeigt hätte. Doch Wallner lehnte ab. Für ihn ist es wichtig, die Reaktionen seines Publikums live zu erleben. Rund 12 Videovorträge hält er pro Jahr zwischen Henstedt-Ulzburg, Hamburg, Wismar und Düsseldorf. Auf Videokassette bannte er unter anderem Bilder über Gärten, die eigene Fliegerei, Hamburg, Puerto Rico, Rhodos, Korfu, Los Angeles und Fuerte Ventura, was den Reiseveranstalter derart begeisterte, dass er diesen Film am liebsten als Vor-zeigematerial verwendet hätte. Wallners jüngstes Projekt führt ihn nach Irland, das er schon fünf Mal besuchte und auch im Sommer noch einmal bereisen wird. Zur Zeit häufen sich die Bildbände auf seinem Arbeitstisch, und er ist vertieft in irische Geschichte. Zu Weihnachten, so hofft er, wird das neueste Werk im Kasten sein.
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