|
|
Auszug aus dem Masuren-Bildarchiv Hofer
Klaus-Jürgen Hofer+ ein Beitrag von Wernfried Lange
Von seiner Arbeit erfuhr ich während eines Besuches unserer Heimat. Ich war Gast im Hause eines Tiermediziners in der Nähe von Weißuhnen. Der ist stolzer Besitzer eines Buches mit dem Titel: „Ein Jahr in Masuren”. Und er erzählte mir von seinen Begegnungen mit Klaus-Jürgen Hofer, der bei ihm mehrfach zu Besuch gewesen sei und der so viele sehenswerte Fotos gemacht habe. Der Fotograf und Buchautor hatte zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter mit der Kamera im Anschlag Wälder und Sümpfe zwischen Nikolaiken und Johannisburg durchstreift und an so manchem Ufer gelauert, um der Unendlichkeit der Natur auf die Spur zu kommen. Seine Bilder lassen die Wechselbeziehung zwischen der masurischen Landschaft und den Lebewesen, einschließlich des Menschen, deutlich erkennen, und man ahnt, welch innige Beziehung der Bildgestalter zu unserer Heimat gehabt haben muß. Er war ein stetig Suchender, so scheint es, auf der Suche nach den Spuren seines eigenen Ursprungs: Seine Mutter — aus Lontzig bei Grünwalde, ca. 4 km westlich von Puppen [Kreis Ortelsburg] stammend —, eine echte Masurin, mag ihm wohl viele Jahre lang von der verlorenen Heimat erzählt haben, die der Sohn in späteren Jahren Bild für Bild (für sie?) wiederzugewinnen trachtete.
________________________ Von der Redaktion wurden in [eckigen Klammern] die alten deutschen und/oder masurischen Namen hinzugefügt. _________________________ |
|