1566 als Zinsdorf vom Deutschen
Orden gegründet, lag am Rande des Truppenübungsplatzes Arys, etwa 8 km
südostwärts der Stadt im Grondowker Forst. 1934 zählte der Ort 294 Einwohner und
gehörte zum Amtsbezirk Wiersbinnen
(Stollendorf) und zum Kirchspiel Arys.
Die Torfgewinnung im verlandeten
Boczan-See, ebenso die Landwirtschaft und das Holzrücken und Langholzabfahren im
benachbarten Grondowker Forst waren die Lebensgrundlagen der Bevölkerung.
Im Zuge der Erweiterung des
Truppenübungsplatzes Arys wurden die Dorfbewohner - zwar unter Entschädigungen,
jedoch weit unter dem Wert der Anwesen - veranlaßt, ihr Gemeinwesen bis Ende
1934 zu räumen; sie verzogen teilweise bis in den Kreis Labiau im Norden der
Provinz. Das verlassene Dorf, bereits im Mai 1928 in Wolfsheide umbenannt,
diente fortan der Artillerie aus Arys als Zielobjekt.
Das Forsthaus Wolfsheide wurde
ausgelagert; das neue befand sich im Grondowker Forst, in der Nähe der Ortschaft
Gortzen, abseits der Straße Arys - Wiersbinnen (Stollendorf) - Drygallen (Drigelsdorf),
im Kreisgebiet Lyck.