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"Janitschar 1501 vk", Fuchs,
geb. 15.01.1934
A-gekörter Kaltbluthengst, der für die Deckperiode 1940
die Berechtigung hatte, fremde und eigene Stuten zu decken.
Standort: Ludwig Sczuka I, Brödau. |

Die Pferdehaltung war recht stark. Sie mußte es aber auch sein;
denn das späte Frühjahr und der zeitige Winter ließen nur eine kurze Spanne
frostfreier Tage. In dieser Zeit mußten alle Ackerarbeiten erledigt werden.
Besonders im Frühjahr fing die Bestellung häufig erst Mitte April an und
musste bis Anfang Mai beendet sein. Ebenso drängte die Arbeit im Herbst. Im
September mußten die Kartoffeln geerntet werden und die Rüben bis Mitte
Oktober. Die Winterungaussaat musste um den 25. September beendet, die
Winterfurche bis etwa Mitte November abgeschlossen sein, da dann meistens der
Boden für Wochen einfror. Die Anspannung musste also eine viel größere
Schlagkraft haben, was eine starke Pferdehaltung erforderte. Deshalb wurde auch
das schnelle und zähe Ostpreußische Warmblut bevorzugt. Damit die Pferdehaltung nicht
zu teuer kam, wurde Fohlenzucht betrieben. Die Stuten mußten möglichst zeitig
abfohlen, damit sie zur Frühjahrsarbeit wieder zur Verfügung standen. Die
Fohlen wurden von den kleineren Betrieben meistens als Absatzfohlen an die
größeren Betriebe verkauft, und letztere zogen sie auf, um sie in den eigenen
Bestand aufzunehmen oder sie anzulernen und als Arbeits- oder Kutschpferde zu
verkaufen oder, wenn es sich um besonders gute und fehlerfreie Tiere mit den
erforderlichen Maßen und Formen und mit gutem Temperament handelte, als
Remonten an die Wehrmacht abzuliefern. Letzteres war immer ein besonders
schöner Erfolg und beweist auch, dass die Pferdezucht sich auf hoher Stufe
befand.

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Quellen:
Foto: Privatarchiv Hildegard Sczuka,
Ostpreußen, 1940;
Text: Der Kreis Johannisburg, Holzner Verlag Würzburg,
1964, Seite 121-122
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