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Einst vor vielen Jahren
Eindrucksvoller Bildband über den Kreis Johannisburg
"Das Land, da du geboren, das du als Heimat liebst, es ist
dir erst verloren, wenn du's verloren gibst", las man auf dem
Gedenkstein an den Flußanlagen in Johannisburg. Diesen Spruch haben sich die Herausgeber eines
Buches zu Herzen genommen, das den
Kreis Johannisburg, seine Städte, Dörfer und
Kirchspiele anhand von alten Postkarten in die Erinnerung zurückruft. Gerhard Wippich, Gerhard Bosk und Ulrich Haffke haben in jahrelanger, mühevoller
Kleinarbeit diese wertvolle Sammlung zusammengestellt und kommentiert.
Entstanden ist ein kulturgeschichtliches Heimatbuch, das gleichermaßen für die
Erlebnisgeneration wie für die Nachgeberenen wertvoll ist.
In dem geschmackvoll gestalteten Band mit dem einfühlsamen
Titel "Im Lichte der Erinnerung — Gutes bewahren und Wissen weitergeben"
findet der aufmerksame Leser allerlei Wissenswertes über den Kreis Johannisburg,
der 1939 53.089 Einwohner zählte, über die Städte Johannisburg, Gehlenburg und
Arys, aber auch über die kleinen Dörfer und Kirchspiele. Kurzlegenden geben
Hinweise über Einwohnerzahl, Lage, Kirchen, Schulen und besondere Einrichtungen,
erwähnen aber auch den alten Ortsnamen. Karten erleichtern das Auffinden der
genannten Orte. Eine längere Beschreibung von Arys schrieb Ulrich Haffke, ein
ausgezeichneter Kenner der Umgebung.
Vor allem aber die alten Ansichtskarten aus der Zeit vor 1945
geben Aufschluß über das Leben in dem Landkreis, der einst in der großen Wildnis
lag. 57 Ortschaften können die Herausgeber anhand von Postkarten dokumentieren.
Bei 109 Dörfern blieb die Suche allerdings erfolglos. Dennoch werden diese Orte
mit kurzen Texten gewürdigt, so dass ein umfassendes Bild des Kreises
Johannisburg entsteht. Darüber hinaus ist das Buch auch eine Mahnung an die Menschen, friedlich miteinander zu leben.
"Wir sind uns bewußt", so die Herausgeber, "dass die Wiederherstellung früherer Zustände und
Besitzverhältnisse neue Ungerechtigkeiten, neues Leid schaffen würde. Der
entschädigungslose Verlust des Eigentums muß jedoch ausgeglichen werden. Dies
gebietet der Gedanke eines Neuanfangs auf bereinigtem Grund. Dieser muß auch im
Erkennen, dem Nennen und der Achtung menschlichen Fehlverhaltens bestehen. Dazu
haben die einzelnen Menschen, insbesondere jedoch die Völker und Staaten, allen
Grund. Es wird gelingen..."
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