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Schlacht
bei Tannenberg
historische Fakten |
Tannenberg (polnisch: Stebark, Kr.
Osterode / Rbz.
Allenstein). Südlich der
Bahnstrecke Osterode - Hohenstein, etwa vier Kilometer von der Grenze entfernt,
liegt das Dorf Tannenberg. 1410 unterlag hier das Ordensritterheer der
Übermacht der vereinigten Polen, Litauer und Tataren, welche die Schlacht nach
dem Orte Grünwalde, polnisch Grunwald, nennen. Auf der Walstatt, wo Hochmeister
Ulrich von Jungingen fiel, ließ dessen Nachfolger Heinrich von Plauen eine
Marienkapelle erbauen zum Seelenheil aller, »dy do geslagin wordin von beyden
teylin yn dem stryte«. Diese Kapelle ist 1414 von den Polen zerstört worden.
Auf der Altarstätte des ehemaligen Kirchleins wurde 1901 ein
Granitblock
errichtet, der die Inschrift trug: »Im Kampfe für deutsches Wesen starb hier
der Hochmeister Ulrich von Jungingen am 15.
Juli 1410 den Heldentod.« -
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Etwa
fünf Jahrhunderte nach der Schlacht vernichtete im Raume zwischen Tannenberg
und Ortelsburg die 8. deutsche Armee unter Führung von Hindenburg und
Ludendorff vom 26. bis 30. August 1914 die russische Narew-Armee. Auf
Ludendorffs Vorschlag wurde der Namen »Schlacht bei Tannenberg« gewählt.
Inmitten einer Landschaft, in der zahlreiche Grabhügel an das gewaltige
Völkerringen erinnern, erhob sich der burgartige, von acht Türmen gekrönte
Bau des Reichsehrenmals. Hier an dem Ort seines Sieges, umgeben von seinen in
der Schlacht gefallenen Soldaten, hatte Reichspräsident Paul von Hindenburg bis
zur Umbettung im zweiten Weltkriege seine letzte Ruhestätte gefunden.
Das im Jahr
1927
errichtete Reichsehrenmal wurde 1945 unmittelbar vor dem Anrücken der
sowjetischen Armee gesprengt. |
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Das Reichsehrenmal Tannenberg
- Blick aus
dem Feldherrenturm zum Hindenburgturm.
Foto undatiert (um 1933 / 1934) |
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Quellen:
Wappen: Ostpreußische Städtewappen,
Landsmannschaft Ostpreußen e.V., Hamburg 1996, Seite 40;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen,
Kröner Verlag Stuttgart, 1966-1981, Seite 218-219;
Bild: Ostpreußen in schönen Bildern, Verlag Der
Eiserne Hammer,
Königstein im Taunus und Leipzig, (undatiert, vor 1945), Seite 37
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weitere Informationen:
Die Winterschlacht
in Masuren 7. - 21. Februar 1915;
Dörfler Zeitgeschichte: Bilder aus Ostpreußen, Nebel Verlag, 2000, Seite
195;
Guttzeit: Ostpreußen in 1440 Bildern, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer,
1972-1996, Seite 592-595
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