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Lötzen
 

 
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Die Kreisstadt Lötzen
historische Fakten

Lötzen (polnisch: Gizycko; Kr. Lötzen / Rbz: Allenstein). Die auf dem Isthmus zwischen Mauer- und Löwentinsee errichtete »Leczenburg« wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt, die der Hochmeister Dietrich v. Altenburg (1335-1341) über die Teilung von Galinden zwischen Angerburg und Leczenburg anfertigen ließ. Die Burg lag an der schmalsten Stelle der Landenge, 3 km westlich von Lötzen am Kanal bei der Schönberger Chausseebrücke. Als wichtige Sperrfeste in der Kette der von den Komturen von Brandenburg angelegten Burgen war das »feste Haus Lötzen« wiederholt Ziel litauischer und polnischer Angriffe. So wurde die Burg 1365 von Kynstut erobert und zerstört, um 1390 an die heutige Stelle verlegt und dort als Steinbau errichtet. Ein Erweiterungsbau im Barockstil erfolgte 1613. - Bereits Anfang des 14. Jh. war die Feste Amtssitz eines Pflegers. - Neben der Ordensburg entstand etwa Mitte des 15. Jh. eine Scharwerkssiedlung, »Neuendorff« genannt. Die einstige Lage der Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude dieses Dorfes ist in dem neuzeitlichen Lötzen durch die Neuendorfer Straße und das sogenannte »Dörfchen« bezeichnet. Am Rande der Dorfflur, im Raume des späteren Marktplatzes, kam es sehr bald zur Entstehung einer neuen Siedlung, deren Wachstum entscheidend durch den über die Landenge führenden Durchgangsverkehr bestimmt wurde. Hier hielten die Wagenzüge mit Kaufmannsgut, spannten unter dem Schutze der Burg aus und machten ihre für die Weiterfahrt notwendigen Einkäufe. Allmählich wurde die neue Siedlung - in einer Urkunde von 1523 wird sie »Leczen« genannt - das Verkehrs- und Marktzentrum für die gesamte Umgebung und gewann neben dem abseits liegenden »Neuendorff« an Bedeutung. Diese Entwicklung vollzog sich in aller Stille. Äußerlich machte sie sich dadurch bemerkbar, dass der Name »Neuendorff« bereits im ersten Viertel des 16. Jh. verschwand und die Bezeichnung »Leczen« für beide Siedlungsteile aufkam. Das Stadtrecht erhielt Lötzen erst am 12. Mai 1612. Im 17. Jh. wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch Brandkatastrophen stark beeinträchtigt. Besonders schlimm erging es Lötzen beim Tatareneinfall. Am 10. Februar 1657 wurde die ganze Stadt mit Ausnahme der Kirche und des Rathauses ein Raub der Flammen. Über 1000 Menschen verloren Leben und Freiheit. Vielleicht war diese schwere Heimsuchung die Veranlassung, dass der Große Kurfürst am 24. August 1669 das Stadtprivileg erneuerte und durch neue Rechte erweiterte. Anfang des 18. Jh. wurden von der Pest 800 Menschen (2/3 der Bevölkerung) dahingerafft. Die Einwanderung von Salzburgern half dem wüsten Lande in erfolgreicher Weise wieder auf. - Von dem 1765-1772 durchgeführten Bau des Kanals, der Mauer- und Löwentinsee verband, hatte die Stadt vorübergehend wirtschaftliche Vorteile. Bis Mitte des 19. Jh. blieb Lötzen eine bescheidene Ackerbürgerstadt. Ein wirtschaftlicher Aufschwung bahnte sich durch den Ausbau des Kanalsystems zwischen Löwentin- und Mauersee (1857) an. Lötzen gehört zu den ostpreußischen Städten, die sich seit 1782 (1.154 Einw.) auf fast das Zehnfache vergrößert haben: 10.911 im Jahre 1925. Zu dieser günstigen Entwicklung trug auch die wachsende Bedeutung Lötzens als Garnison-, Beamten- und Fremdenverkehrsstadt bei. Zu Beginn des ersten Weltkrieges wurde Lötzen Brennpunkt schwerer Kämpfe. Nach der Vertreibung des Feindes erfolgte sogleich der Wiederaufbau. Ein denkwürdiger Tag war der Abstimmungssieg am 1. Juli 1920. Im Kreis Lötzen stimmten für Deutschland 29.378, für Polen nur 9.


  

Quellen:
Wappen: Das Ostpreußenblatt (www.Ostpreussenblatt.de), 2000;
Foto: 10.000 Ansichtskarten, Deutschland um 1900 im Bild, Stichwort "Lötzen" 
The Yorck Project, Gesellschaft für Bildarchivierung, Berlin, 2001;

Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, 
Kröner Verlag, 1966-1981, Seite 125-126

 weitere Informationen:
Guttzeit: Ostpreußen in 1440 Bildern, Verlag Rautenberg, 1972-1996, Seite 69-71

Familienforschung
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Stand: 01. Januar 2021