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Ostpreußen - geographische
Beschreibung
Ostpreußen,
ehemalige Provinz des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937, umfasste die Regierungsbezirke
Königsberg,
Gumbinnen,
Allenstein und (bis 1939)
Westpreußen. Die Gesamtfläche
betrug 36.992 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl lag 1939 bei 2,5 Millionen.
Das Gebiet Ostpreußen umfasst einen Teil des Norddeutschen Tieflandes zwischen Weichsel
und Memel und grenzt an die Ostsee. Der
Süden Ostpreußens wird in Masuren vom Baltischen
Höhenrücken durchzogen. In dieser hügeligen Landschaft befindet sich mit der 312
Meter hohen Kernsdorfer Höhe die höchste Erhebung der ehemaligen Provinz.
Die Landschaft der Masuren ist waldreich und umfasst
etwa 3.300 Seen (Masurische Seenplatte).
Nach Süden schließen sich ausgedehnte Sanderflächen an, die über weite Strecken
von Kiefernwäldern oder Heidevegetation bedeckt sind. Nördlich der
Masurischen Seenplatte senkt sich die
Landschaft allmählich zur Ostsee ab. Nur vereinzelt ist die Küste steil ausgebildet.
So fällt etwa das Samland in einer Kliffküste
zum Meer ab. Vom Verlauf her handelt es sich bei der ostpreußischen Küste überwiegend
um eine typische Ausgleichsküste. Tief eingeschnittene Buchten sind durch Landzungen,
die sich im Zuge lang anhaltender Strandversetzung bildeten, vom offenen Meer abgeschnürt.
Die markantesten Buchten sind das Frische Haff und das Kurische Haff,
die durch schmale Nehrungen von der Ostsee getrennt sind.
Das Klima
weiter Teile Ostpreußens ist kontinental mit kalten Wintern und warmen Sommern.
In preußischer Zeit war das Gebiet ein ausgesprochenes Agrarland; etwa zwei Drittel
der Fläche wurden landwirtschaftlich genutzt. Hauptanbauprodukte waren Weizen,
Roggen und Futterpflanzen. Darüber hinaus war die Pferdezucht (Trakehner) bedeutend.
Wichtigste Produktionszweige waren Maschinenbau, Herstellung von Baustoffen und
Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Im Regierungsbezirk
Königsberg wurde Bernstein abgebaut.
Ein wirtschaftliches Problem war die weite Entfernung Ostpreußens zu großen Absatzmärkten.
Nach 1945 wurden die bestehenden Wirtschaftszweige weitgehend erhalten und gefördert.
Das
Gebiet des späteren Ostpreußen wurde um 3.000 v. Chr. erstmals besiedelt.
Den Goten, die hier im 3. Jahrhundert n. Chr. lebten, folgten die Preußen, nach
denen das Gebiet benannt wurde. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es vom Deutschen Orden erobert.
Das spätere Ostpreußen ging aus dem östlichen Teil dieses Deutschordenslandes hervor.
Im Siebenjährigen
Krieg (1756-1763) wurde Ostpreußen
von russischen Truppen besetzt. Die 1815 gebildete Provinz Ostpreußen war von
1824 bis 1878 mit Westpreußen zur Provinz Preußen zusammengeschlossen. Hauptstadt
der Provinz Ostpreußen war Königsberg.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges
kam 1945 der größere südliche Teil unter polnische, der nördliche Teil unter
sowjetische Verwaltung. Aus dem sowjetischen Gebiet wurde die deutsche
Bevölkerung bis 1947 vertrieben, während sie im polnischen Verwaltungsgebiet
bleiben konnte.
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Quellen:
Wappen: Das Ostpreußenblatt (www.Ostpreussenblatt.de),
2000;
Text: Microsoft Encarta Enzyklopädie plus 2000, 1999, Stichwort "Ostpreußen"
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weitere Informationen in:
Städte-Atlas Ostpreußen, Rautenberg Verlag, 1988
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