Vergangenheitsbewältigung
und Völkerverständigung
Buch "Johannisburg in Ostpreußen" von Ulf Wöbcke im Kreishaus
vorgestellt.
Schleswig-Rensburg/kra - Der Vorsitzende der
Kreisgemeinschaft Johannisburg, Willi Reck, und Landrat Bogislav-Tessen von
Gerlach als Vorsitzender des Nospa-Stiftungsbeirates haben im Schleswiger
Kreishaus das Buch "Johannisburg in Ostpreußen" vorgestellt. Johannisburg,
polnisch Pisz, liegt im gleichnamigen polnischen Partnerkreis des Kreises
Schleswig-Flensburg.
"Innerhalb von drei Jahren hat Autor Ulf Wöbcke mit
Unterstützung aus der Kreisgemeinschaft Zeitzeugenberichte und Dokumente
zusammengetragen und die Geschichte von Johannisburg und seinen Bürgern zwischen
1900 und 1945 zu Papier gebracht", erklärte Willi Reck. Das mit 680 Seiten
einmalige Werk mit einer Auflage von 1.000 Stück wurde von der
Nospa-Kulturstiftung Schleswig-Flensburg mit 3.000 Euro unterstützt und soll
sowohl Vergangenheitsbewältigung als auch Brücke der Völkerverständigung sein.
Das in Deutschland und Polen gleichermaßen mit großem
Interesse aufgenommene Buch lobte Bogislav-Tessen von Gerlach für seinen
Vorbildcharakter, "da die Generation der Zeitzeugen wegbricht und mit
bewundernswerter Kraft eine bleibende Erinnerung und für die Stadt Johannisburg
ein Denkmal geschaffen wurde". Reck fasste abschließend zusammen, dass das mit
viel Eigenleistung auch finanzieller Art entstandene Buch die „emotionale
Bindung an die ostpreußischen Wurzeln auch für die nachfolgenden Generationen
verständlich macht”.