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Johannisburg in Ostpreußen

 
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Vorstellung des Autors
 

Ulf  Hans Werner Wöbcke
geboren am: 09.05.1952
in Elmshorn, Kreis Pinneberg
Bundesland: Schleswig-Holstein
Familienstand: ledig
Kinder: keine
Beruf: Dipl. Ingenieur für Vermessungstechnik (FH)

Vater:
Hans-Werner Wöbcke
geboren in Offenau, Kreis Pinneberg, 1925
tödlich verunglückt: 06.09.1954

Mutter:
Waltraut Timmann, verw. Wöbcke,
geborene Skorzik, geboren am 28.06.1927
in Gutten J., Kreis Johannisburg, Ostpreußen
gestorben am 16.01.2003 in Barmstedt

Mein Interesse an der ostpreußischen Heimat liegt in unserer Familiengeschichte. Das, was einem genommen wurde, behält man stärker im Herzen, als Dinge, von denen man sich einfach trennt. Ich meine hier nicht das krampfhafte Festhalten an der Vergangenheit, sondern die liebevolle Erinnerung daran. Die Vergangenheit ist Vorbereiter deines zukünftigen Lebens. Die Vergangenheit stellt die Weichen. Für viele Familien, so auch für meine Großeltern Adolf und Anna Skorzik und ihre 10 Kinder, wurden die Weichen massiv herumgerissen. Die Richtung, für einige gen Osten, für die Großeltern immer nach Westen. Der Ankunftsort nicht vorgegeben, alles wird zufällig, nur das Überleben wird wichtig.

Familie Skorzik kommt in den Kreis Pinneberg. Waltraut Skorzik, zurück aus dem Osten, der Verschleppung, lernt den geschiedenen Land- und Gastwirt Hans-Werner Wöbcke kennen. Sie heiraten 1951. Waltraut Wöbcke, geb. Skorzik zieht auf den Hof ihres Ehemannes. Mit ihr kommen auch ihre Eltern, Adolf und Anna, und einige ihrer Geschwister. In diesen Kreis der Familie wurde auch Karl-Heinz Wöbcke aufgenommen, Sohn aus erster Ehe von Hans-Werner Wöbcke. Das Familienleben festigt sich, das Vertrauen wächst, und die anfallende Arbeit wird geteilt. Während sich Hans-Werner Wöbcke der Gastronomie widmete, übernahm Adolf Skorzik die landwirtschaftlichen Arbeiten. Aber die Hände packten da an, wo sie gebraucht wurden. Das Familienglück vervollständigte sich. Die Kinder Ulf und Annegret Wöbcke wurden geboren. Es scheint, daß die kommenden Weichen für einen harmonischen Lebensabschnitt, für ein Verwurzeln in Offenau, gestellt sind. Aber es sollte anders kommen. Das Schicksal schlägt noch einmal zu, und wieder schmerzlich. Am 6.9.1954 verliert Waltraut Wöbcke ihren Ehemann Hans-Werner Wöbcke durch einen tödlichen Motorradunfall. Von einem Tag auf den anderen ist alles wieder in Frage gestellt. Was wird nun? Nach dem Ältestenrecht geht der Hof in Offenau an den erstgeborenen Sohn, an Karl-Heinz Wöbcke. Die Familie Skorzik steht wieder vor dem Nichts. Sie verläßt den Hof und Offenau. Adolf Skorzik kauft 1957 eine Doppelhaushälfte in Barmstedt. Hier ist die Familie nun angekommen. Hier verbringen Adolf und Anna Skorzik ihren Lebensabend. Hier ist der Ort, wo Ulf und Annegret Wöbcke ihre Kindheit verbringen. Von hier geht Waltraut Wöbcke 1979 zu ihrem zweiten Ehemann, Hans-Heinrich Carsten Timmann, und überlässt das Haus ihrem Sohn Ulf Wöbcke.

Durch den Verlust meines Vaters bin ich nicht in der Familie Wöbcke, sondern in der Familie Skorzik aufgewachsen. Die Familie Skorzik ist mir vertrauter als die Familie, deren Name ich trage. Meine eigenen Wurzeln liegen in Holstein und in Ostpreußen, und beides war mir fremd. Durch die intensive Arbeit meiner Mutter für die Familiegeschichte Skorzik und die Chronik ihres Heimatdorfes Gutten J. wurde ich ermuntert, mich einzubringen. Die Sippentafel der Familie Skorzik hatte viele Daten, was mir aber fehlte, waren die Gesichter zu den Daten. Ich suchte in der ganzen Familie die vorhandenen Bilder. Nun brachte ich Daten und Bilder für eine Familienchronik Wöbcke und eine Familienchronik Skorzik zusammen. Dies ist Chronikarbeit, etwas, was Platz findet, wenn man aus dem Berufsleben ausgeschieden ist. Solange konnte ich nicht warten. Diese Arbeit musste ich zu Lebzeiten meiner Mutter fertigen. Ich brauchte ihr Wissen. Sie konnte mir sagen, wer die Personen auf den alten Fotos waren, sie konnte mir die Lebensumstände erklären, sie konnte für mich Korrektur lesen. Mit ihr ist mein Wissen um die Familie Skorzik gewachsen. Auch bei unseren vielen Reisen nach Johannisburg konnte ich diese Heimat erleben, ich konnte Heimat fühlen. Sie hat mir den Ort ihrer Kindheit gezeigt, das Grab meines Urgroßvaters. Spurensuche in der Vergangenheit war für meine Mutter immer mit viel Freude verbunden, einer Freude, die ansteckend war. Diese Freude ist nun auch ein Teil von mir geworden, und die Chronik zeigt diese Lebendigkeit.

Das Ostpreußentreffen 2002 in Leipzig war für mich ein besonderer Anlass. Ich wollte meiner Mutter mit dem gemeinsamen Besuch dieser Veranstaltung eine Freude machen. Es war unsere letzte gemeinsame Reise.

Auf dem Treffen in Leipzig 2002 hatte mich Herr Gerhard Wippich (†) angesprochen, ob ich bereit wäre, die Bearbeitung des Johannisburger Stadtplanes zu übernehmen. Ich habe diese Bearbeitung nicht ausgeschlossen. Neben dem beruflichen Alltag hat die Erstellung der Chroniken Wöbcke und Skorzik viel Kraft gekostet. Meine gesamte Freizeit habe ich für diese Chroniken eingebracht. Nach dieser Anspannung wäre Entspannung angesagt gewesen. Aber es kam anders. Am Ende des Jahres 2003 hat mich Herr Herbert Soyka gebeten, die Arbeit am Stadtplan aufzunehmen. Ich habe die Aufgabe angenommen. Es war für mich eine interessante Aufgabe, in der ich mein berufliches Wissen einbringen konnte. Nun wünschte ich mir die Zeit und die Ideen, eine Bearbeitung der Straßen und Einwohner der Stadt Johannisburg zu gestalten, an der wir uns alle erfreuen können.
 

Quelle:
"Johannisburg in Ostpreußen",  Seite 3-4

 
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