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Johannisburg in Ostpreußen

 
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Johannisburg in Ostpreußen.
Straßen, Gebäude, Landschaft und Menschen, mit Geschichte und Einwohnerverzeichnis, um 1900 bis 1945

Ulf Wöbcke während des Hauptkreistreffens am 31.08.2008 am Infostand der KG Johannisburg

Zahlreiche der in den Nachkriegsjahren erschienenen Ortschroniken und andere Werke über die ehemals deutschen Ostgebiete verdankt ihre Entstehung der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. So brachte Emil Johann Guttzeit bereits 1964 das grundlegende Werk über den Kreis Johannisburg heraus. Seit dreiundsechzig Jahren unter dem Namen Pisz zu Polen gehörend erfährt die ehemalige ostpreußische Kreisstadt Johannisburg durch Ulf H. W. Wöbcke nun ihre gebührende Würdigung.

Dabei handelt es sich um ein Zeitfenster besonderer Art, zu dem zahlreiche ehemalige Johannisburger Einwohner, deren Nachkommen und Freunde, auch in Polen, beigetragen haben. Unter ihnen verdient der Johannisburger Baufachmann Wolfgang Lotz (1927-1993) wegen seiner jahrelangen Recherchen vor Ort und weltweit besondere Erwähnung. Leider konnte er wegen seines frühen Todes das als Johannisburger Baugeschichte geplante Werk nicht zum Abschluss bringen. Seine Witwe, Frau Heide Lotz, hat freundlichst der Kreisgemeinschaft Johannisburg e.V. die wertvolle Materialsammlung ihres Gatten zum Zwecke des Abschlusses der Arbeit überlassen. Doch es vergingen noch Jahre, bis sich in Ulf H. W. Wöbcke der geeignete Bearbeiter und Vollender des nun vorliegenden 680 Seiten starken Buches fand.

Da sich das Werk insbesondere an die Nachkommen der Johannisburger wendet, bildet eine mit Abbildungen versehene umfangreiche Zeittafel eine Orientierungshilfe zur Johannisburger und preußischen Geschichte. Sie berichtet von Urbarmachung, Christianisierung, Burgenbau, Ortsgründungen, Seuchen und wechselvollen Kämpfen des Deutschen Ordens gegen äußere und innere Feinde sowie dessen Umwandlung in ein weltliches Herzogtum. Dabei erfährt der Leser, wie der Stammesnahme der Prussen zur Bezeichnung des zuletzt führenden deutschen Königreichs wurde, dessen Herrscher, die Hohenzollern, ursprünglich schwäbische Grafen waren. Georg Christoph Pisanskis, des großen Sohnes der Stadt, wird ebenfalls gedacht. Für eine zweite, weit bekannte Persönlichkeit, General Graf Yorck, war die Stadt in der Johannisburger Heide zwar nur eine Lebensstation, doch durch sein Richtungsweisendes Abkommen von Tauroggen wurde er zur Lokalikone. Wie andere Begebenheiten und Persönlichkeiten werden beide in Wort und Bild vorgestellt.

Der Zeittafel folgt ein auch für die heutigen Stadtbewohner interessanter entwicklungsgeschichtlicher Abriss Johannisburgs sowie weitere Informationen zur jüngeren Stadtgeschichte, darunter eine ausführliche Studie und Beschreibung des Stadtwappens.

Als Diplomingenieur für Vermessungstechnik ging der Autor bei der Buchkonzeption jedoch seinen eigenen Weg. Nach dem Studium des von W. Lotz hinterlassenen reichhaltigen Materials erfolgte zunächst ein Feldvergleich vor Ort zur Ermittlung des Bebauungszustandes bei Kriegsende. Gleichzeitige Aufrufe an die Johannisburger um Mithilfe durch Bildbeiträge stießen auf ein erfreuliches Echo. Das Ergebnis ist in Wöbckes 2005 im Maßstab 1:3.700 erschienenem "Plan der Kreisstadt Johannisburg/Ostpreußen" im Mehrfarbendruck dokumentiert, der dem Buch beiliegt. Sie bildet die Grundlage für 34 Kartenausschnitte, benannt nach deutschen Hauptstraßen, und in alphabetischer Reihenfolge gleichzeitig das Ordnungsprinzip des Buches. Diese Karten im Buchformat enthalten Zusatzinformationen zu Grundstücken, deren ehemaligen Eigentümer und Bewohner. Unterschiedliche Schriftgrößen, Fett- und Farbdruck ermöglichen eine gute Übersicht und Lesbarkeit.

Ergänzt und belebt sind die Karten durch ca. 1.000 erläuterte Familienfotos und alte Ansichtskarten, teilweise in Farbe, sowie 150 verschiedenartige Dokumente zu Schlagworten wie: Ausstellung, Bahnhof, Drogerie, Einschulung, Familienfeier, Galinde, Harzgewinnung, Jugendherberge, Kartoffelernte, Luftschiff, Mädchen, Nähkurs, Ortstafel, Personenstandsurkunde, Rathaus, Sport, Treppenbrücke, Volksbank, Wareneingangsbuch bis Zinnfigur. Wir sehen die Menschen sowohl in Arbeitskleidung als auch im sogenannten Sonntagsstaat, in Zivil und Uniform, die Mädchen mit Zöpfen und Haarschleifen, die Jungen in kurzen Hosen und mit Skimütze, im Sommer wie im Winter, und erkennen den zwischenzeitlichen Modewandel. Das Pferd ist die Hauptzugkraft während die Motorisierung noch in den Anfängen steckt. Das Buch besticht durch reichlichen Bildschmuck. Seine Vielseitigkeit mit Erläuterungen der 49 Straßennamen lassen das Werk zu einem Augenschmaus und Lesevergnügen werden. Neben dem gut gegliederten Inhaltsverzeichnis gewährleistet das Schlagwort- und Ortsregister und ein personenbezogenes Ortsverzeichnis ein rasches Auffinden von Motiven und Informationen.

Den Abschluss des Hauptteils bildet das vierseitige Literaturverzeichnis. Es nennt neben älteren und aktuellen Werken auch zahlreiche in den jährlich erscheinenden Johannisburger Heimatbriefen enthaltenen Aufsätze, eine Bestätigung deren Bedeutung und bleibendem Wert.

Auf ein Personenregister musste leider aus Kostengründen verzichtet werden. Soweit die Straßennamen Johannisburger Familien bekannt sind, hilft in vielen Fällen das Inhaltsverzeichnis weiter. Eine Fundgrube für den Familien- und Namenforscher bildet ersatzweise das als Anhang beigefügte 150-seitige Einwohnerverzeichnis von 1939/1945, ergänzt aus weiteren Quellen wie Heimatkartei, Bodenbenutzungserhebung, Telefonbücher u. a .m. Hier erscheinen Familien und Einzelpersonen alphabetisch geordnet mit Vornamen, letzter Wohnung sowie häufig auch Geburtsdatum und Beruf.

Schließlich vermitteln die Listen der Buchspender und Beiträger weitere Informationen über den Verbleib der entwurzelten Johannisburger mit ihrem verklingenden Dialekt, darunter Nachkommen Glaubensvertriebener Böhmen, Franzosen, Polen, Russen und Salzburger, die vorurteilslos unter preußischen Herrschern eine neue Heimat und Unterstützung für den Neubeginn erhalten hatten. Dies sollte sich allerdings ab 1933 unter den nationalsozialistischen deutschen Machthabern dramatisch ändern.

Es lohnt, mit Ulf H. W. Wöbcke das alte Johannisburg zu entdecken.

Ulf H. W. Wöbcke:
Johannisburg in Ostpreußen.
Straßen, Gebäude, Landschaft und Menschen,
mit Geschichte und Einwohnerverzeichnis, um 1900 bis 1945.
Musterseiten des Buches "Johannisburg in Ostpreußen"  (PDF-Datei 3.5 MB)

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Quelle:
Ein Beitrag von Hans J. Schollenberger

 
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