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Kreis Johannisburg
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Johannisburg Arys Bialla |
3.481 Einw. 1.617 Einw. 1.916 Einw. |
Flüsse von einiger Bedeutung sind nur: der Pischfluss (Pissek oder Galinde), welcher unweit Johannisburg aus dem Roschsee kommend, bei Dlottowen die Landesgrenze überschreitet und sich bei der russischen Stadt Nowogrod in den Narewfluss ergiesst; ferner der Winzentafluss, welcher von Sokollen K bis Dlottowen die Grenze zwischen dem Johannisburger Kreis und Russland bildet, um hier sich mit dem Pisch zu vereinen.
Das Seegebiet des Kreises ist insofern ein bedeutendes, als die vorhandenen Seen bedeutende Wasserflächen bilden. Der größte derselben, der Spirding- (polnisch Schnardewie-) See, dessen südliche Bucht Sextersee genannt wird, steht im Norden mit dem Tirklosee und im Westen mit dem zum Kreise Sensburg gehörigen Talter-Gewässern in Verbindung und bat eine Länige von 17 km und eine Breite von 12 km. Es befinden sich in demselben mehrere Inseln, als Spirdingswerder oder Friedrichswerder, Fort Lyck und kleinere. Ferner der Rosch- oder Warschausee, welcher durch den Rostkerfluss mit dem Kessel- und dieser wieder durch den Kesselfluss mit dem Biallolafker See verbunden ist; der Niedersee, merkwürdig durch seine Hufeisenform, hängt im Osten mit dein Prosolasker und Jejodszynsee und im Norden mit dem Seegebiet des Kreises Sensburg zusammen; andere ebenfalls bedeutendere Seen sind: der Pogobin-, der Aryser, der Gutten-, Dybower und der Gross-Wonszsee (siehe auch: masurische Seenplatte).
Chausseen mit einer Gesamtlänge von 232 km im Kreise verbinden die Städte des Kreises unter sich und auch mit denen der Nachbarkreise, so dass trotz des großen Wassergebietes die Kommunikation nicht die ungünstigste ist. Im Reehnungsjahre 1903/1904 sollen sechs neue Chausseestrecken mit einer Gesamlänge von 35 km in Angriff genommen werden.
Die AIlenstein-Johannnisburg-Lycker Eisenbahn durchschneidet den Kreis bis Bialla von Westen nach Osten, und wendet sieh hier nordöstlich; Stationen im Kreise sind (Rudczanny), Johannnisburg, Bialla und Drygallen. Die Strecke bis Johannnisburg ist 1884 fertig gestellt, die Strecke von Johannnisburg bis Lyck ist 1885 dem Verkehr übergeben worden.
Die Eisenbahn Lötzen-Arys-Johannnisburg ist im Bau begriffen und wird voraussichtlich bis zur Landesgrenze nach Dlottowen (Fischborn) weitergeführt werden.
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